Pressemitteilung zum Besuch beim Campus Vivorum
Seit 1919 gibt es das Unternehmen Strassacker und es ist über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt. Der Fokus des Besuchs am 15.01.2026 lag jedoch auf einem Thema, das in der Gesellschaft häufig noch unausgesprochen bleibt: Trauer, Tod und insbesondere Friedhöfe. Wie gelingt es in einer sich transformierenden Gesellschaft, die Kommunen und insbesondere die hier lebenden Menschen mitzunehmen? Wie kann man ihnen einen Raum schaffen, in dem man trauern, aber auch leben darf?
Den eindrücklichen Campus Vivorum, dessen Entstehung bereits vor mehr als 20 Jahren in zahlreichen Gesprächen mit Experten begann, besichtigten Vertreter der FDP/DVP-Landtagsfraktion Jochen Haußmann MdL und Rudi Fischer MdL sowie die Kandidaten Jennifer Röcker (Wahlkreis 11 Geislingen) und Peter Körber, Landtagskandidat für den Wahlkreis 10 Göppingen.
Zu diesem Termin hatte Edith Strassacker, Geschäftsführerin der Ernst Strassacker GmbH & Co. KG Kunstgießerei, eingeladen. Auch der Städtetag war an diesem Nachmittag durch Herrn Matthäus Vogel vertreten. Neben den architektonischen Werken auf dem Gelände, die auf unterschiedlichste Weise auf die Besucher wirken, steht vor allem das Gesamtkonzept für sich. Anonyme Grabstätten werden durch kleine Veränderungen zu Orten gestaltet, an denen Hinterbliebene ihrer Trauer Ausdruck verleihen können.
Dass der Umgang mit Tod und Trauer von Land zu Land unterschiedlich ist, berichtete Jennifer Röcker, die in den USA geboren und aufgewachsen ist: „Ich lebe nun seit 30 Jahren hier, aber dieser unterschiedliche Umgang mit dem Thema begegnet mir immer wieder.“
Dass es sich hierbei um ein Herzensprojekt des Unternehmens handelt, wurde sowohl in der Präsentation als auch im ausgiebigen Austausch deutlich. Alle Vertreter des Unternehmens sowie an diesem Tag insbesondere die Verantwortlichen für den „Raum für Trauer“, allen voran Herr Günter Czasny, berichteten über den langen, aber erfolgreichen Weg des Campus und dessen Zukunftsvision.
„Dass wir ein solch erfolgreiches und weltweit agierendes Unternehmen hier in Süßen haben, ist schon etwas Besonderes. Aber zusätzlich noch einen lebendigen und weltweit ersten Campus zur Erforschung von Friedhöfen und Trauer hier vor Ort zu finden, beeindruckt mich sehr“, so Peter Körber.